Prophylaxe – das A und O in der Kinderzahnarztpraxis

 

Prophylaxe ist die wichtigste Maßnahme bei der Kinderzahnbehandlung, damit eine Karies möglichst gar nicht erst entstehen kann. Deshalb wird in unserer Kinderzahnarztpraxis bei jedem Patienten regelmäßig Individualprophylaxe durchgeführt, die von den Krankenkassen für Kinder und Jugendliche vom 6. bis zum 18. Lebensjahr zweimal im Jahr übernommen wird.

Bei Kindern mit einem erhöhten Kariesrisiko, wie es zum Beispiel während des Tragens festsitzender Zahnspangen besteht, oder bei besonders kariesanfälligen Zähnen bzw. bei schlechter häuslicher Zahnpflege sollte diese Prophylaxebehandlung möglichst 3-4 mal im Jahr durchgeführt und mit zusätzlichen privaten Vorsorgemaßnahmen kombiniert werden.

 

 

Der Schwan informiert Euch, wie mit verschiedenen Vorsorgemaßnahmen die Entstehung einer Karies verhindert werden kann:

HuHu, ich bin der elegante Schwan!

 

Prophylaxe ist ein schwieriges Wort, aber Ihr werdet es in der Kinderzahnarztpraxis oft hören. Deshalb will ich, der Schwan, Euch erklären, worum es dabei geht.

Prophylaxe heißt Vorbeugen vor Krankheiten - denn Karies, Zahnfleischentzündungen und schiefe Zähne sind Zahnkrankheiten. Was man tun kann, damit die Zähne gerade wachsen, könnt Ihr beim Nashorn nachlesen.

Hier sollt Ihr jetzt erfahren, wie Eure Zähne und das Zahnfleisch gesund bleiben.

Karies und Zahnfleischentzündungen sind Zahnkrankheiten, die durch Bakterien entstehen. Sie leben in allen Nischen in Eurem Mund und kommen ganz besonders gern hervorgekrochen, wenn es etwas zu essen gibt. Wir nennen sie auch Zahnteufel, und am liebsten mögen sie süße Sachen, denn aus Zucker können sie ganz ätzende Säure bilden. Obwohl die Oberfläche der Zähne ganz besonders hart ist und eigentlich nur Diamanten noch härter sind, kann diese Säure sie zerfressen. Es entsteht Karies, und auch das Zahnfleisch kann sich dabei entzünden - siehe Elterninformationen.

Durch regelmäßige Kariesprophylaxe lässt sich das vermeiden, deshalb könnt Ihr zwei Mal im Jahr in unsere Kinderzahnarztpraxis zu den Prophylaxeassistentinnen kommen, die Euch helfen, einer Karies vorzubeugen. 

 

Bei Pulp Bactus könnt Ihr Spiele und Links rund um das Thema Zahnteufel finden.

Es gibt sogar ein Spiel, mit dem die ganze Familie Jagd auf die Zahnteufel machen kann.

Und für die Kleinen unter Euch hier ein Zahn-Mandala zum Ausmalen.

Im Kinderbuch „Neues aus der Milchzahnstrasse“, geschrieben und illustriert von Anna Russelmann,

© 2008 NordSüd Verlag AG, Zürich/Schweiz, könnt Ihr die Zahnteufel Hacky und Dicky kennen lernen und sehen, wie sie sich Wohnungen in Eure Zähne bauen – bei manchen Kindern entsteht dabei schnell eine ganze Milchzahnstrasse.

Die Zahnteufel richten die Wohnungen sehr gemütlich ein, mit Sofa und Schaukelstuhl, und stellt Euch vor, sie bauen sich sogar ein Schwimmbad ein!

In ihrer Speisekammer bunkern sie sich lauter süße Sachen - Schokoladenstückchen und Zuckerkrümel - und mit der Colakaumaschine können sie sich auch jederzeit mit süßen Getränken versorgen...

Das klingt ja eigentlich ganz lustig und hört sich richtig toll an - aber dabei gehen Eure schönen Zähne ganz kaputt!!

Um das zu verhindern gibt es die Prophylaxe, und die Hauptsache dabei ist natürlich das Zähneputzen, das Ihr vor allem abends besonders gründlich machen solltet.

Dafür gibt es sogar ein Zahnputzlied, das Ihr dabei anhören könnt, oder eine ZahnputzApp für Smartphones mit einem Zahnputzspiel und Tipps zur Zahnpflege für Eure Eltern - damit werden Eure Zähne noch besser sauber und die Zahnteufel sind schnell verschwunden!

 

Denn die Zahnteufel fressen und trinken ja am Tag immer alles mit, was Ihr esst oder trinkt. Und wenn das Essen und Trinken verdaut ist, müssen sie - genau wie Ihr - auch mal Pippi machen. Weil die Zahnteufel auf Euren Zähnen aber keine Toiletten haben, machen sie ihr Pippi einfach auf Eure Zähne! Das Bakterienpippi besteht aus dieser ganz ätzenden Säure, und es weicht die Zähne richtig auf – und je mehr Zahnteufel nachts noch auf Euren Zähnen sitzen bleiben, umso schneller gehen sie dann natürlich kaputt.

 

Deshalb müssen Eure Zähne abends immer ganz besonders gründlich geputzt werden!


Kinder sind allerdings erst dann in der Lage, ihre Zähne selbstständig ganz gründlich zu putzen, wenn sie die entsprechenden motorischen Fähigkeiten dazu erlangt haben - und das ist erst dann der Fall, wenn sie gut flüssig Schreibschrift schreiben können!

 

Eure Eltern sollten Euch deshalb abends immer beim Zähneputzen helfen, damit auch wirklich alle Zahnteufel aus ihren Verstecken verjagt werden!

Am besten ist es, wenn Ihr zuerst selbst Eure Zähne mit der Handzahnbürste - und mit einer altersentsprechenden fluoridierten Zahncreme - so gründlich wie Ihr es schafft schrubbelt.  

Danach sollten Eure Eltern abends immer noch mit einer elektrischen Zahnbürste im Liegen nachputzen – im Liegen sieht man nämlich auch die ganz hinteren Zähne sehr gut, und die müssen ja immer besonders gründlich geputzt werden, vor allem wenn es bei Kindern ab 6 Jahre schon die bleibenden Zähne sind!

Ihr gewöhnt Euch dabei auch gleich daran, dass im Liegen im Mund alles sauber poliert wird. Denn wenn Ihr später in unserer Kinderzahnarztpraxis zur Prophylaxe und zur Versiegelung kommt, kann das auch nur im Liegen gemacht werden. Dann seid Ihr schon gut darauf vorbereitet und an die Behandlung im Liegen gewöhnt!


Natürlich sollten Eure Zähne auch am Tag möglichst nach jedem Essen geputzt werden - allerdings nicht sofort, sondern man muss damit immer noch ungefähr eine halbe Stunde warten. Dann erst hat sich der saure Speichel, der immer nach dem Essen entsteht, etwas verdünnt und neutralisiert. Sonst könnte durch übergründliches Putzen der Zahnschmelz, der durch sauren Speichel angegriffen und etwas aufgeweicht werden kann, völlig weggeschrubbelt werden!

 

Nach dem Essen oder zwischen den Mahlzeiten dürft Ihr daher auch mal einen zuckerfreien Zahnpflegekaugummi kauen - das regt  die Speichelproduktion an, neutralisiert die zahnschädlichen Säuren und fördert damit die Selbstreinigung Eurer Zähne - aber das reinigt natürlich nicht so gründlich wie die Zahnbürste!

Kaugummi oder zahnfreundliche Lutschbonbons könnt Ihr also immer dann verwenden, wenn Ihr unterwegs seid und keine Möglichkeit habt, nach dem Essen Eure Zähne zu putzen.

 

Vorsichtig sein müsst Ihr auch mit sauren Getränken, denn die können den Zahnschmelz auch angreifen und zerstören. Ihr solltet immer mit einem Schluck Wasser nachspülen! 

Genau so wichtig ist es natürlich, immer gesunde Sachen zu essen und vor allem zuckerhaltige Getränke und Süßigkeiten nur ganz selten zu naschen, damit die Bakterien nicht so viele Kohlehydrate zu schleckern bekommen - dann können sie nämlich auch nicht so viel Säure bilden.

 

Es gibt zuckerfreie Süßigkeiten und Getränke, die genau so gut schmecken wie Zuckerbonbons oder süße Limonade!

 

Und es gibt sogar eine Pflanze, deren Blätter sehr süß sind und die man daher zum Süßen in den Tee geben kann - Stevia.

Allerdings sollte man mit den verarbeiteten Stevia-Produkten kritisch sein und sich genau darüber informieren.

 

Xylitol ist ebenfalls ein Mittel, das als Zuckerersatz verwendet wird. Xylitolhaltige Süßigkeiten dürft Ihr ab und zu naschen - denn sie verhindern, dass sich die Kariesbakterien an Euren Zähnen festsetzen können. Die Bakterien sind dann nicht mehr in der Lage, schädliche Säuren zu bilden, und sterben ab. Aber Vorsicht, nicht zu viel von den Xylitol-Leckereien auf einmal nehmen - dann bekommt Ihr Durchfall!

 

Bestimmte Medikamente, z.B. Fluoride, die den Zahnschmelz härten und die auch bei der Prophylaxe verwendet werden, unterstützen und verstärken die Wirkung des Xylitols.

 

In unserer Kinderzahnarztpraxis gibt es Mitarbeiterinnen, die besonders dafür ausgebildet sind, den Kindern in der Zahnputzschule  das richtige Zähneputzen zu erklären – der Bär hat Euch ja schon von ihnen erzählt. Sie können Eure Zähne sogar an besonders gefährdeten Stellen, den Kauflächen der bleibenden Backenzähne, versiegeln.

Außerdem ist es möglich, einen Speicheltest machen zu lassen, der Euch zeigt, ob die Bakterien in Eurem Mund viel oder wenig Säure produzieren. Habt Ihr nämlich ganz besonders fleißige Bakterien, die sehr viel Säure bilden, kann das für Eure Zähne gefährlich werden! Dann könnt Ihr Euch von den Prophylaxespezialistinnen in unsrer Kinderzahnarztpraxis noch zusätzliche Tipps verraten lassen, wie Ihr die Zähne vor den Säureattacken der Zahnteufelbakterien schützen könnt - denn sie wissen über alle Dinge Bescheid, die zur Vorbeugung von Zahnkrankheiten wichtig sind.

Zweimal im Jahr solltet Ihr Euch also einen Termin bei ihnen geben lassen, damit sie überprüfen können, ob Eure Zähne gut geputzt sind. Sie polieren Euch auch die Zähne ganz gründlich und pinseln sie mit einem Fluoridlack ein, der noch eine ganze Zeit als Schutzschicht die Zahnoberfläche härten kann.

Also, wartet nicht so lange und lasst Euch in unserer Kinderzahnarztpraxis mal von einer Prophylaxe - Zahnfee auf den Zahn fühlen!

 

HuHu, Euer eleganter weißer Schwan